Die Energie in der Selbstaufopferung wird auf das Überleben des Stammes geleitet, die Aufmerksamkeit liegt auf der Gegenwart und Vergangenheit. Die Menschen sind abhängig vom Häuptling bzw. vom Clan oder Stamm. Eine solche Denkweise dominierte die meisten vorschriftlichen Kulturen und kann heute noch in verwässerter Form in Clubs, engen Familieneinheiten, Sportteams vorgefunden werden. Aber auch in einigen Teilen Afrikas, Südamerikas, Ozeaniens und in der Arktis taucht diese Stufe auf.
"Es gibt keinen Zufall".
Beginn: vor 50.000 Jahren
Maxime:
Opfere die eigenen Wünsche zugunsten des Stammes, des Häuptlings, der Geister.
Perspektive:
Die Welt ist rätselhaft, voller guter und böser Geister, die die Welt beherrschen. Der Clan und die heiligen
Objekte müssen vor den Gefahren geschützt werden.
Lebensziel:
Sicherheit und Schutz aufrechterhalten, sich an Stammestraditionen halten, bereit sich für den Stamm zu opfern.
Lösungsstrategien:
Man verlässt sich auf Magie, Totems, Tabus oder Omen und stimmt die Geister gnädig. Sicherheit und
Schutz findet das Individuum nur in der Familie, im Clan oder Stamm, wobei es die ihm zugewiesene Rolle im Stamm
akzeptiert und Stolz für seinen Stamm bzw. dessen Symbole empfindet.
Organisationsstruktur:
Stamm, der durch Ältestenrat (Schamane, Häuptlinge) geführt wird. Die Rollen werden durch Geschlecht,
Alter, körperliche Stärke usw. bestimmt. Die Normen des Stammes sind heilig und werden rigide verteidigt bzw. verlangen
unbedingten Gehorsam.
Lernsystem:
Klassische Konditionierung durch Assoziation verschiedener Dinge
Lernstil:
Reflexiv, d. h. ein paternalistischer Lehrer konditioniert die gewünschten Antworten auf bestimmte sensorische
Inputs; bedürfnisorientiertes Lernen: Der Lernende kopiert Verhaltensmuster von anderen; prozedural (Schritt für Schritt),
verfahrensorientiert, lineare sequenzielle Abläufe; Rituale und Riten strukturieren den Alltag und unterstützen so das
Gedächtnis als auch automatisierte Verhaltensweisen. Nutzung von Magie/ Phantasie, Symbolen, Zeichnungen, da die meisten
Analphabeten sind. Repetitive Musik unterstützt das Langzeitgedächtnis, indem Gesänge und Gerüche als Anker verwendet werden.
Kommunikation:
Informationen werden nur über den Clanchef weitergeleitet, gedruckte Worte werden als unzuverlässig empfunden.
Lernanreize:
Greifbare Anerkennung für erbrachte Lernleistung; Interesse für alles, was die Sicherheit erhöht und hilft,
die biologischen Triebe zu befriedigen,
Anteil an der erwachsenen Bevölkerung:
ca. 10%
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