Genauso wie für Probleme ist es auch für Ziele wichtig, eine klare Vorstellung zu haben und
genau zu wissen, auf welches Ziel man sich zu bewegt.
Ein im Sinne des NLP
"
wohlgeformtes"
Ziel ist:
Grundsätzlich hilfreich ist der "So-als-ob-Rahmen":
"Angenommen, Du hättest dieses Problem bereits gelöst (wie auch immer), wie wäre das?"
"Tu doch einfach mal so, als hättest Du Dein Ziel "X nicht mehr zu tun" (=Problem), jetzt schon erreicht,
wie wäre das dann, jetzt? Was ist jetzt anders, besser, wie geht es Dir?"
ad.1 positiv formuliert
Die Zieldefinition sollte am Ende keine Negationen und Vergleiche mehr enthalten:
>
* Woran wirst du merken, dass Du Dein Ziel erreicht hast, nicht mehr X (=das Problemverhalten) zu tun?
* Was willst Du stattdessen (dem Problem) für Dich erreichen?
* Was hast Du erreicht/tust Du, wenn Du nicht mehr X (=negative Formulierung) machst?
* Was genau wünschst Du Dir / möchtest Du?
* Was wirst Du haben, was Du vorher nicht hattest?
ad.2 spezifiziert
Die Erreichung eines Ziels sollte überprüfbar sein. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wo und wann (=Kontext)
und woran genau man innerlich merken wird (sinnlich), dass man bereits am Ziel seiner Wünsche
angekommen ist.
a) sinnenspezifisch (
VAKOG):
* Wie wirst Du wissen/woran wirst Du merken, dass Du Dein Ziel erreicht hast?
* Wenn die Feedback-Schleife zu lang ist: Woran wirst Du es noch eher merken?
* Nimm einfach an, Du hättest Dein Ziel schon erreicht: Was siehst Du, hörst Du, fühlst Du, riechst Du,
schmeckst du? Welche Körperhaltung gehört typischerweise dazu? Nimm sie jetzt ein.
* Wie könnte ich erkennen, dass Du Dein Ziel erreicht hast?
b) kontextualisiert (Ort, Zeit, Menschen)
* Wann möchtest Du es erreicht haben?
* Wo möchtest Du es?
* Mit wem möchtest Du es?
* Wann, wo und mit wem möchtest Du es nicht?
ad.3 selbst erreichbar
Ein gestecktes Ziel sollte a.) aktiv erreicht werden können und b.) eine passende Größe haben: nicht zu groß
(nicht gut erreichbar), nicht zu klein (nicht motivierend). Außerdem ist es c.) gut zu wissen, welche Ressourcen
man zu seiner Umsetzung noch brauchen könnte.
a) aktiv erreicht werden
* Kannst du es selbst erreichen?
* Liegt es in Deinen Möglichkeiten, dieses Ziel in die Realität umzusetzen?
* Was willst Du tun, um es zu bekommen?
b) passende Größe
Hat Dein Ziel die richtige Größe?
Wenn es zu groß ist:
* Was hält Dich davon ab, Dein Ziel zu erreichen?
* Verwandle die Hinderungsgründe in kleinere Ziele.
* Vielleicht ist es überhaupt sinnvoller zunächst ein kleineres Ziel anzugehen?
c)
Ressourcen zur Erreichung des Ziels
zugänglich zu machen
* Was brauchst Du noch, um es zu erreichen?
* Wie kannst Du bekommen, was Du brauchst, um Dein Ziel zu erreichen (Ressourcen)?
* Welche persönlichen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Kraftquellen kannst Du Dir zur Erreichung Deines
Ziels zugänglich machen?
* Was könnte ein erster Schritt zur Erreichung Deines Ziels sein?
ad. 4 ökologisch
Ein Ziel, dass wir wirklich in die Tat umsetzen möchten, steht in Übereinstimmung mit unseren Werten, Beziehungen
und übrigen Projekten. Um diesen weiteren Hintergrund abzuklopfen, können wir Fragen stellen, die die möglichen
negativen Auswirkungen oder Inkongruenzen in Bezug auf das Ziel, aufzudecken helfen:
* Was wird passieren, wenn Du bekommst, was Du willst?
* Was wird passieren, wenn Du es nicht bekommst?
* Würdest Du es, wenn es jetzt schon da wäre, annehmen?
* Was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn Du Dein Ziel erreichst?
* Was sind die möglichen Risiken?
* Welche Auswirkungen hat die Erfüllung Deines Wunsches auf andere Lebensbereiche, auf andere
Beziehungen?
* Was gibst Du auf?
* Was sind die Vor- und Nachteile?
* Wiegen die Vorteile die Nachteile auf?
* Ist Dein Ziel in Übereinstimmung mit Deinen Wertvorstellungen und Deinem Selbstverständnis?
* Steht die Erreichung dieses Ziels in Übereinstimmung mit Deinen übrigen Plänen?
Falls hier schwerwiegende Einwände gegen das Ziel ans Tageslicht kommen sollten, formuliert das Ziel den neuen
Informationen entsprechend um. (Manchmal wird an dieser Stelle das Ziel unwichtig und das Problem ist gar kein so
großes mehr...)
Falls hier nur kleinere Einwände auftauchen sollten, fragt:
"Welche Möglichkeiten und Fähigkeiten hast Du, mit dieser Schwierigkeit umzugehen und welche könntest Du vielleicht
außerdem noch brauchen?"
ad.5 motivierend
Ein Ziel sollte wirklich anziehend sein. Ist dies noch nicht eindeutig genug, fragt nach dem Ziel "hinter" dem Ziel
(=Meta-Ziel):
* Was ist an diesem Ziel wichtig für Dich?
* Was ist das Beste daran?
* Was hat sich damit für Dich erfüllt?
* Was ist nun sichergestellt, nachdem Du dieses Ziel erreicht hast?
* In welcher Hinsicht bringt Dich die Erreichung dieses Ziels weiter?
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