Strategien sind die Art und Weise, wie wir unsere Gedanken und unser Verhalten organisieren, um eine Aufgabe
zu erfüllen. Es gibt sogenannte
Makro- und
Mikrostrategien.
Wenn sich jemand beispielsweise die Aufgabe setzt, ein erfolgreicher Soziologe zu werden, wäre die
Makrostrategie der schrittweise Aufbau dieser Karriere: Studium, Promotion mit summa cum laude.
Veröffentlichungen, Anstellung an einer angesehenen Universität, Habilitation, usw.
Die Mikrostrategien beträfen z.B. die Art und Weise, wie der Betreffende erfolgreich und effizient lernt,
schreibt oder sich präsentiert. Diese Mikrostrategien lassen sich analysieren als bestimmte Abläufe innerhalb
der Sinnessysteme. Sie beschreiben eine spezifische internale Verarbeitungsweise von Sinneswahrnehmungen, d.h.
auch: Strategien sind formale Strukturen - spezifische Vorgehensweisen - , die zunächst völlig unabhängig vom
jeweiligen Inhalt sind.
Zu jeder Strategie gehören auch bestimmte Einstellungen und
Glaubenssätze.
In diesem Fall etwa: Erfolgreich sein ist für mich möglich und wichtig. Ich bin begabt und habe die
Fähigkeiten zu einer solchen Laufbahn, usw.
Strategien sind wie das Rezept, mit Hilfe dessen wir einen Kuchen backen: Wesentlich sind die Zutaten,
entscheidend die Menge der jeweiligen Zutat (ob ein Ei oder zehn) und die Reihenfolge, in der wir sie
zusammenfügen. Es macht nämlich einen Unterschied, ob wir das Ei vor, während oder nach dem Backen im Ofen
hinzufügen. D.h. die Reihenfolge dessen, was wir innerhalb einer Strategie tun, ist genauso wichtig wie das,
was wir tun, selbst wenn alles innerhalb weniger Sekunden geschieht. Die Zutaten einer Strategie sind die
Repräsentationssysteme,
und die Mengen und Qualitäten sind die
Submodalitäten.
Das Rezept ist dabei die große Linie der Strategie, die einzelnen Schritte wie z.B. das Rühren des Teigs sind die Mikroeinheiten
dieser Strategie. Die Glaubenssätze beim erfolgreichen Backen wären etwa: Einen Kuchen zu backen ist möglich/
ich kann es erlernen und erfolgreich tun/es lohnt sich, der Kuchen wird schmecken.
Im NLP untersuchen wir solche Strategien mit dem Ziel, herauszufinden was jemand genau tut, wenn er etwas
erfolgreich tut, um diese Fähigkeit dann auch anderen, die sie bisher noch nicht zur Verfügung hatten,
zugänglich machen zu können. D.h.: Strategien sind ein essentieller Bestandteil des
Modelling.
Außerdem analysieren wir natürlich auch Strategien, die weniger erfolgreich sind, um herauszufinden,
wie sie verbessert werden können.
Es gibt verschiedene Arten von Strategien, nämlich Entscheidungs-, Motivations-, Lern-, Kreativitäts-,
Entspannungs- und Aufwachstrategien, Flirtstrategie, Partnerwahlstrategie um hier nur einige
zu nennen.
Mit dem Begriff Strategien werden im NLP mentale Abläufe bezeichnet, die es einer Person ermöglichen, ihre Fähigkeiten im Einklang mit ihren Glaubenssätzen und Wertvorstellungen in konkrete Verhaltensweisen umzusetzen. Im NLP gehen wir davon aus, dass diese Abläufe bewusst und/oder unbewusst durch eine Folge von Sinnesrepräsentationen ( VAKOG) beschrieben werden können. Diese VAKOG, die zu einer bestimmten Handlung führen, sind in der Regel zum Teil rein internale, zum Teil nach außen gerichtete Vorgänge.
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