1. (Test) Eine Person hört ein Wort (auditiver externer Reiz),
2. (Operate) konstruiert daraus ein
visuelles Bild des Wortes,
3. (Test) vergleicht dieses Bild mit der Erinnerung an das Bild eines Wortes, das sie schon einmal
irgendwo gelesen hat (visuell konstruiert vs. visuell erinnert) - und (Entscheidungspunkt) entwickelt für
die Kongruenz oder Inkongruenz dieser beiden Bilder ein Gefühl
(kinästhetisch).
4. (weitere Schleife, weitere Schleifen) Fällt der Test negativ aus [-], beginnt der Prozess von vorne (ein
anderes visuelles Bild wird konstruiert, ....). Fällt der Test positiv aus [+], wird
5. (Exit) das Wort hingeschrieben.
Die optimale Strategie für die Rechtschreibung der deutschen Sprache ist eine zweistufige: Von der visuellen
Erinnerung zur kinästhetischen Überprüfung. Jene Personen, die beim Rechtschreiben sehr gut sind, sehen ein
inneres Bild vom korrekt geschriebenen Wort und haben ein "Gefühl", ob sie es richtig oder falsch geschrieben
haben.
Die nachfolgend beschriebene Vorgehensweise dient dem Installieren dieser Rechtschreibe-Strategie. Diese
Vorgehensweise ist primär für die Einzelarbeit mit lernbehinderten Schülern gedacht, die meist eine auditive
- und damit ineffiziente - Buchstabier-Strategie verwenden.
A. Vorbereitung:
1. Informationen über den visuellen Zugang des Betreffenden sammeln: Fragen zur visuellen Erinnerung
stellen, normal organisiert?
(Augenbewegungen)
2. Ressourcen
ankern:
Positive Erfahrungen finden, in denen der Betreffende schon einmal etwas Schwieriges erfolgreich lernte, z.B.
Fahrradfahren
Fähigkeit, Bilder sehen und hervorrufen zu können: Kino-Leinwand, Fernsehschirm, Phantasie, Fotos,
Freude, Neugier usw.
B. Installieren des V/K-Musters
1. Worte auf Papierstreifen schreiben und 30-40 cm in Ve-Position des Schülers halten; Schüler soll nun
die Buchstaben mit den Augen verfolgen, sich das Wort einprägen (Phantasie: farbig, mit
Hintergrund,....); Schnappschuss machen lassen und Papierstreifen wegnehmen
2. Wort vom Schnappschuss abschreiben lassen; innerlich mit dem Bild in der Vorstellung vergleichen
lassen; "Schau, ob es sich richtig anfühlt." (V/K); falls nicht richtig: 1. wiederholen; falls Wort richtig
aussieht und sich richtig anfühlt: ankern
3. Weitere Durchgänge (wie oben) zur Verinnerlichung des V/K-Musters immer kürzer auf das Wort
schauen lassen, Augen in Ve-Stellung bringen lassen dann Wort im Satzzusammenhang
C. Zukunftsüberbrückung:
Während der Betreffende sich vorstellt, dass er in Zukunft neue Worte lernt oder einen Rechtschreibetest
durchführt, feuere den Anker.
1. Was ist eine typische Situation, in der ich die Flexibilitätsstrategie gut gebrauchen könnte? AD
2. Ankern des Anfangszustandes in dieser Situation. K-
3. Wann bin ich schon mal anstehende Herausforderungen kreativ angegangen?
4. Ankern des Anfangsgefühl in dieser Situation. K+
5. Verketten der beiden Anker, so dass Freude o.ä. die direkte Folge von Frustration wird. Halte erst Anker
Nr. 1 und dann, nachdem du diesen gelöst hast, drücke sofort Anker Nr. 2. Stelle sicher, dass beide
Anker nicht verschmelzen a>. Halte den Anker Nr. 2 beim nächsten Schritt gedrückt.
6. Was kann ich jetzt tun, um kreativ die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen? AD
7. Fünf Möglichkeiten visualisieren: mich dabei selbst sehen. Vk
8. Hineinassoziieren in jede Möglichkeit, bis Gefühl in der Situation spürbar ist (VAK).
9. Möglichkeit mit größtem Herausforderungsgefühl auswählen. K+
10. Au ja! Los geht´s! Mach´s! AD
Kannst Du Dich an eine Zeit erinnern, als Du Dich geliebt fühltest?
Kannst Du in Gedanken in diese Situation zurückgehen und sie wieder erleben ... (Du induzierst den
Zustand)
V: Was muss Dein Partner unbedingt tun, damit Du dieses tiefe Gefühl der Liebe spürst?
* Muss er Dich ausführen?
* Muss er Dich beschenken?
* Muss er Dich auf eine ganz bestimmte Art und Weise ansehen?
Ist es für Dich unerlässlich, dass Dein Partner Dir seine Liebe auf genau diese Weise zeigt, damit Du
Dich geliebt fühlst? (Entscheide anhand der
Physiologie der Person, ob der gewünschte
Zustand eintritt.)
A: Ist es für Dich unerlässlich, um dieses tiefe Gefühl von Liebe zu verspüren, dass Dein Partner Dir auf eine
ganz bestimmte Weise sagt, dass er Dich liebt? (Entscheide anhand der Physiologie der Person, ob der gewünschte
Zustand eintritt.)
K: Ist es für Dich unerlässlich, um dieses tiefe Gefühl von Liebe zu spüren, dass Dein Partner Dich auf eine
ganz bestimmte Weise berührt? (Entscheide anhand der Physiologie, ob der gewünschte Zustand eintritt.)
Elizitiere jetzt die
Submodalitäten. Wie genau? Überprüfe die
Strategie. (Entscheide anhand der Physiologie,
ob der gewünschte Zustand kongruent eintritt.)
Das Auswählen aus einer Speisekarte ist ein gutes Beispiel für eine Entscheidungsstrategie. Nicht jeder
entscheidet gleich gut! Die Qualität der eigenen Entscheidungsstrategie hat weitreichende Konsequenzen
für unser Leben.
Typische Probleme mit Entscheidungsstrategien
1. Probleme mit dem Hervorbringen von Alternativen:
* Schwierigkeiten, überhaupt etwas zu konstruieren; alles ist erinnert.
* Die Anzahl der Alternativen ist zu klein.
* Nur eine Möglichkeit.
* Nur eine Entweder-Oder-Alternative.
* Kein Stop beim Generieren von Alternativen. Kein EXIT.
2. Probleme, die Alternativen zu repräsentieren:
* Die Alternativen sind nicht in allen
RS repräsentiert; dies macht es schwierig, die Alternativen
angemessen zu beurteilen.
* Inadäquate Daten. Die Person müsste nach außen gehen, um neue und mehr Daten zu bekommen.
* Die Alternativen sind nicht den Umständen angemessen repräsentiert. Im Sudan sollte man sich ein
anderes inneres Bild von einer Mahlzeit machen als in einem Schlemmerlokal.
3. Probleme mit dem Bewerten von Alternativen:
* Die Kriterien zum Bewerten der Alternativen sind ungeeignet, nicht adäquat. Z.B. die Wahl des
Therapeuten nach der Marke seiner Oberhemden.
* Die Kriterien sind nicht in eine angemessene Rangfolge gebracht, besonders PREIS und andere
Vorauswahlkriterien.
* Die verschiedenen Kriterien werden unabhängig von einander in Betracht gezogen. Z.B. wird nicht eine
Alternative nach der anderen mit allen Kriterien bewertet, sondern von einer zur anderen gesprungen und
bei jeder ein anderes Kriterium benutzt. Eine Polaritätsreaktion ist ein Beispiel dafür. Jemand möchte
billig im Schlussverkauf einkaufen, findet die Waren aber unattraktiv und die, die er möchte, sind ihm zu
teuer. Zwei Teile streiten miteinander.
* Die Alternativen werden nicht direkt, Punkt für Punkt, miteinander verglichen.
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