1. Erinnere Dich an eine schwierige Situation mit einem Zeitgenossen, mit dem es Dir schon häufiger
schwer gefallen ist, so zu kommunizieren, wie Du es Dir eigentlich vorstellst.
2. Gehe in Position 1 und erinnere Dich voll
assoziiert, was Du gedacht, gesagt,
gesehen, gehört
und gefühlt hast.
3. Dann gehe in Position 2 und sehe Dich von außen mit den Augen des anderen, höre, was Du eben
gesagt hast von außen und sieh Dich wie Du von außen aussiehst. Dann sage, was B gesagt hat und bewege Dich so,
wie B sich bewegt hat. Bekomme ein Gefühl dafür, wie es ist, B zu SEIN!
4. Dann gehe in die 3. Position und sieh das Ganze in einer
dissoziierten Körperhaltung von außen an und
beschreibe die Situation wie ein Verhaltensforscher oder Marsmensch o.ä. Mit den neuen Einsichten über B und
über die Situation als Ganzes gehe dann in Position 1. zurück und verändere Dein Verhalten entsprechend.
Dann weiter in die 2. Position usw. bis Du mit der Situation zufrieden bist.
5. Dann TESTE das Ergebnis in der Realität!
6. Die drei Positionen sollten auf dem Boden als Kreis markiert sein!
Manchmal kann es nötig sein, zusätzlich zur 3. Position noch verschiedene
Ressource-Zustände einzuführen und
erst von da aus in die Position 1 zurückzukehren. Der Programmierer kann den Ressource-Zustand, der außerhalb
der 3. Position eingenommen wird, zusätzlich ankern.
Integration der Wahmehmungspositionen
Viele Limitationen und Schwierigkeiten, in die Menschen geraten, haben ihre Ursache nicht im Steckenbleiben
in einer der drei Wahrnehmungspositionen, sondern eher darin, dass unsere
Repräsentationssysteme auf verschiedene
Wahrnehmungspositionen verteilt sind. Dieser 'Split' ist das Resultat eines Versuchs, ein Problem zu lösen und
wird manchmal zu einem dauerhaften persönlichen Stil. Die Integration unserer Wahrnehmungspositionen resultiert
in einer erhöhten persönlichen Kongruenz und erlaubt uns, alle drei Positionen wirklich vollständig einzunehmen
und dadurch die Vorteile jeder Position voll nutzen zu können, was zu größerer Einsicht und Weisheit
führt.
Teil I
1. Identifiziere eine schwierige Situation, in die eine andere Person involviert ist.
2. Elizitiere die gegenwärtige Wahrnehmungsposition und skizziere diese.
Visuell: Was genau siehst Du? Siehst Du Dich selbst
und die andere Person oder nur die andere Person? Wo genau
siehst Du diese Szene? Von wo aus siehst Du die Szene? Siehst Du direkt aus Deinen Augen oder ist Dein Blickwinkel
leicht verschoben? Wenn der Klient sich selbst und den anderen sieht, dann kannst Du fragen, ob der Blickwinkel
dichter beim Selbst oder beim Anderen ist. Siehst Du Dich und den anderen aus Augenhöhe oder tiefer oder
höher?
Auditiv: Was hörst Du? Wessen Stimmen hörst Du
und wo kommen sie her? Von wo genau hörst Du? Gibt es innere
oder äußere Kommentarstimmen? Von wo genau hörst Du diese Stimme(n)? Was genau sagt die Kommentar-Stimme?
Achte auf Personalpronomen: Er, Sie, sie, Ich, Du, Wir, Ihr.
Kinästhetisch: Was genau fühlst Du?
Wessen Gefühle sind das? Wo sind die Gefühle lokalisiert? Sind sie neutral
oder ressourcevolle Beobachtergefühle oder gehören sie in Position 1 (Selbst) oder in Position 2
(Anderer)?
Teil II: Beobachter-Position
3. Integration der Beobachter-Position
Wenn der Klient vorwiegend in Position 1 ist, dann kann auch die Selbst-Position zuerst integriert werden.
Achte darauf, wie sich durch jede Anweisung in Richtung Integration der Zustand verändert und/oder spontane
Submodalitätsshifts auftreten und wie
sich diese auf die Wahrnehmung der Situation auswirken. Außerdem kann
man auch auf Veränderungen von
Glaubenssätzen achten.
Wie verändert sich Deine Erfahrung dieser Situation, wenn Du diese Veränderung Deiner Wahrnehmungsposition
vorgenommen hast?
Visuell: Nimm jetzt eine Position ein, von der aus Du Dich selbst und den anderen sehen kannst und zwar
so, dass beide
auf Augenhöhe und gleichweit entfernt sind und schau direkt aus Deinen Augen heraus.
Auditiv: Höre jetzt die Stimmen von Dir und dem Anderen direkt von dem Platz, von denen sie kommen und
höre die Stimmen
direkt durch Deine Ohren als Beobachter. Lass Deine Kommentarstimme von Deinen Stimmbändern aus kommen. Benutze
bei Deinem Kommentar die Personalpronomen ER, SIE. Die Kommentare sollen sich auf das Selbst und den Anderen
beziehen.
Kinästhetisch: Lass alle Gefühle, die nicht Beobachtergefühle sind dorthin fließen, wo sie hingehören.
Und jetzt bitte Dein
Unbewusstes, alle Gefühle, die nicht zum Beobachter gehören, zum Selbst oder zum Anderen fließen zu lassen.
Unterstütze dabei den Klienten mit auditiven und visuellen
Ankern.
Und jetzt kannst Du bemerken, wie an die Stelle der alten Gefühle neue ressourcevolle Beobachtergefühle treten. Haben sich Selbst und Anderer auch in Richtung mehr Ressourcen verändert? Was hat sich sonst noch alles in Deiner Wahrnehmung verändert?
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